E-Schrottprojekt UMSO "FE-SCHER"
UMSO "FE-SCHER

Projektleitung: Walter Riedl
Zielgruppe: Konsument
Anfragen an:
Abfallwirtschaftsverband Feldbach
ÖKO-Platz 1, 8330 Mühldorf
Tel.: (03152) 50 73-11
Unser UMSO "FE-SCHER"-Team
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Grundsatzinformation zum Umwelt- und Sozialprojekt "FE-SCHER":
Der Abfallwirtschaftsverband Feldbach und der sozialökonomische Betrieb CHAMÄLEON bieten seit 7. Jänner 2003 eine nachhaltige und soziale Lösung für die Region an: UMSO "FE-SCHER" - ein Projekt für Arbeit und Umwelt.
Unter diesem Slogan erfolgt eine Zusammenarbeit, die zwei wichtige Erfordernisse unserer Tage unter einen Hut bringt. Für die ständig wachsende Menge von Elektro- und Elektronikgeräten aus Haushalten und Betrieben entsteht eine Entsorgungs- und Verwertungsschiene, die transparent ist und das Prinzip der Nachhaltigkeit und der Umweltverantwortung als Grundsatz hat. Die dabei anfallende Arbeitsleistung wird durch Menschen erbracht, die ihren Arbeitsplatz verloren haben oder trotz ihrer Bemühungen keinen bekommen. Der Slogan steht dabei für UMwelt- und SOzialprojekt "Feldbacher E-SCHrott Entsorgung und Reparatur".



Das CHAMÄLEON seinerseits organisiert das Personal, sorgt für dessen Qualifikation und geregelten Einsatz, erbringt die abfallrechtlichen gesetzlichen Voraussetzungen für die zu leistende Tätigkeit und stellt die anfallenden Dienstleistungen dem AWV in Rechnung.
Der Transport von Klein- und Bildschirmgeräten kann alternativ vom derzeitigen Entsorger, von der Gemeinde selbst oder von CHAMÄLEON übernommen werden. Die Ausstattung für die Zerlegung tätigt der AWV Feldbach aus den Rücklagen. Eine Landesförderung wird erwartet. Die Bauinvestition wurde vom Vermieter Harmtodt geleistet. Der Verband mietet mit der Vorzerlegehalle auch zwei Büros, sodass die Büros des AWV Feldbach über und unmittelbar neben der Vorzerlegehalle liegen, um einen optimalen Betrieb gewährleisten zu können. Die Zerlegehalle wurde nach dem Genehmigungsverfahren nach § 29 AWG im Jahre 2001 genehmigt.
CHAMÄLEON-Geschäftsführer Josef Zehenthofer und AWV-Obmann Alfred Moser sehen in diesem Vorhaben einen zukunftsweisenden Weg für eine weitere Reduzierung der Abfallmengen, eine sinnvolle Nutzung von Altwertstoffen und eine zusätzliche Schadstoff-Entfrachtung.
Die Verringerung des zu deponierenden Rest- und Sperrmülls durch eine Steigerung des Verwertungsanteiles hat für die Gemeinden vor allem in Hinblick auf die immer strenger werdenden Bestimmungen nach der Deponieverordnung auch finanziell einen positiven Aspekt. Aber auch das Signal einer sinnvollen Arbeits-Chance für die immer größer werdende Zahl von Menschen ohne Beschäftigung wird von beiden Verantwortungsträgern als überaus bedeutsam gesehen. Dabei ist hinzuweisen, dass daran gedacht ist, die CHAMÄLEON-Mitarbeiter künftig auch für andere Dienstleistungen im Umweltbereich (z.B. Häckseldienste, Kompostierung, Mäharbeiten) einzusetzen.
Zusammenfassend kann betont werden, dass mit diesem Projekt UMSO "FE-SCHER" in unserer Region ein vorbildhaftes Konzept initiiert wurde das ökologische Zielsetzungen (Schadstoffentfrachtung, Abfallverringerung, Deponie-Raumeinsparung, Wiederverwertung von Wertstoffen und Wiederverwendung von brauchbaren Altmaterialien im Sinne einer Strategie "Weg von der Wegwerfgesellschaft") soziale Aspekte (Schaffung von Arbeit für Langzeitarbeitslose) sowie längerfristig auch ökonomische Ziele (Verringerung von Entsorgungskosten durch Vorzerlegung in sortenreine Fraktionen) in sich vereint. Dies deckt sich mit den Grundsätzen der Lokalen Agenda 21 (Umwelt, Wirtschaft und Soziales).