Umwelt- und Abfalltelegramm 1/2003
AWV Feldbach
Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Wirtschaften: umsichtige Nutzung von Energie und Rohstoffen, die das Überleben von Mensch und Umwelt global jetzt und in Zukunft sichert und die Lebensqualität zukünftiger Generationen nicht einschränkt.
Wörterbuch „nachhaltig“: lange Zeit nachwirkend, sich auf längere Zeit stark auswirkend
Begriff der Forstwirtschaft: „Es werden nur so viele Bäume abgeholzt, wie auch wieder nachwachsen.“
Wir haben zu viele nicht nachhaltige Entwicklungen. Wegwerfprodukte, die mit enormen Energieaufwand produziert und transportiert werden. Kurzlebige, billige Produkte, die rasch zu Abfall werden. Wir schließen zuwenig Kreisläufe. Das Verbrennen fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas) schließt keinen Kreislauf.
Wir müssen nicht nachhaltige Entwicklungen stoppen und mehr Kreisläufe schließen. Dazu sind generell Mehrwegsysteme zu verwenden und Produkte mit kurzen Transportwegen bevorzuzugen. Produkte aus der Region vermeiden lange Transportwege und unnötige Transportverpackungen.
Wir müssen unseren Lebensstil hinterfragen und unser Konsumverhalten ändern. Das bedeutet nicht, dass wir auf Angenehmes verzichten. Es bedeutet, dass umweltschonendere Alternativen bevorzugt werden. Kaufen Sie Produkte mit kurzen Transportwegen wie z. B. Apfelsäfte und Nektare aus der Region oder beim Direktvermarkter (Nahversorger).
Wie Sie Ihren Lebensstil ändern können, erfahren Sie auf www.nachhaltig.at
Unter www.klimarettung.at gibt es wertvolle Tipps für kleine Schritte des Einzelnen.
Rückfragen: 03152/5073-11
Schadstoffsenken

Nicht die Endlichkeit der Rohstoffe und der Energievorräte ist das Problem der Nachhaltigkeit, sondern jene Schadstoffsenken, in die wir Schadstoffe einbringen. Wieviele Schadstoffe vertragen Boden, Wasser und die Luft? Bis wann kippt das System?
Die Schadstoffsenke „Erdatmosphäre“ spielt hierbei die wesentlichste Rolle. Unsere Lufthülle ist nur 10 km dick. Sämtliche Abgase werden in diese Schutzhülle geblasen. Treibhauseffekt und Ozonabbau sind die Folge von schädlichen Emissionen. Kohlendioxid, Methan und Fluorkohlenwasserstoffe sind die wichtigsten Treibhausgase, die es zu vermindern gilt.
Die CO2 Emissionen des Verkehrs sind in Österreich seit dem Jahr 1990 um mehr als 30 % gestiegen (VCÖ 06/2002). Um das Kyoto Ziel (Reduktion der Treibhausgase auf minus 13 % bis zum Jahr 2010) zu erreichen, müssten wir nachhaltiger auf Individualverkehr und Lastverkehr verzichten. Die Alternative Schienenverkehr muss stärker angenommen werden. Der „Steirertakt“ brachte im Vorjahr eine Zunahme von 200 000 Pendlern im Zug. Die Zunahme des Individualverkehrs muss gestoppt werden. Fahrgemeinschaften und der Verzicht auf Einzelfahrten sollen die Umwelt stärker entlasten. Unnötige Fahrten müssen vermieden werden. Ein ökologischer Fahrstil kann die Umwelt ebenfalls entlasten. Ändern Sie ihren Fahrstil und fahren Sie ökologischer. Mehr Informationen finden Sie unter www.ecodrive.org