Jahresbericht 2004
Abfallwirtschaftsverband Feldbach
Vorwort
„Der Müllberg schrumpft. “ „60 Prozent des Abfalls werden bereits wieder verwertet. In jedem steirischen Haushalt fallen durchschnittlich 1.420 Kilo Abfall an“. So lauteten die Schlagzeilen vom 22. Juni in einer Tageszeitung anlässlich der Enquete „50 Jahre Abfallwirtschaft in der Steiermark“ in Frohnleiten.
Präsentiert wurde von der Fachabteilung 19D eine Erfolgsbilanz der Abfallwirtschaft seit 1955. Von den Anfängen der Gemeindesturzplätze über die Demonstrationen gegen Deponien bis hin zur allgemeinen Akzeptanz dieser als sichere Schadstoffsenken für eine geordnete Ablagerung von Restabfall reichte die Präsentation. Zeitzeugen berichteten lebhaft von der heißen Zeit der Abfallwirtschaft. Filme und Berichte des ORF aus Steiermark heute ließen die alten Zeiten und neue Entwicklungen Revue passieren.
Altlandesrat Pöltl stellte den nachhaltigen Entwicklungen vom Auspuff zum Lenkrad ein sehr gutes Zeugnis aus und scherzte am Schluss: „Wählbar bin ich nimmer, aber mia san holt so guat“. Umweltlandesrat Seitinger lobte die Fachabteilung, die Abfallwirtschaftsverbände, Entsorger und Gemeinden für die ausgezeichnete Arbeit zum Schutz der Umwelt. Besonders strich er hervor, dass Österreich Weltmeister im Sammeln von Abfällen ist und das Know-how für den Umweltschutz ins Ausland vermarkten soll.
Der Präsident des Gemeindebundes, Bgm. Kröll, wies auf ein verstärktes Bewusstsein für die Eigenverantwortlichkeit des Konsumenten hin.
Prof. Vogel von der Wirtschaftsuniversität Wien lobte die Initiative „G´scheit feiern“ und mahnte den begleitenden Umweltschutz für den enormen chinesischen und indischen Markt mit 1,3 Milliarden bzw. 1 Milliarde Menschen ein. „Wenn die alle so viele PET-Flaschen haben wie die Österreicher, dann werden die Rohstoffe knapp!“
Das Lob der Wissenschaftler und Politiker sei hiermit an jede einzelne Gemeinde weitergegeben.
Die Abfallstatistik 2004 spiegelt somit den Wohlstand und den Umweltschutz in Ihrer Gemeinde wider. Sie ist nicht nur Dokumentation Ihrer Sammlung, sondern auch Bestätigung für Ihren Fleiß. Wir bedanken uns dafür.
Altstoffsammelzentren
Für eine verbesserte Sammlung der Abfälle erfolgte die Eröffnung des ASZ Frutten/Gießelsdorf und die Planung des ASZ der Gemeinde Paldau.
Abfallsammlung
Die weiter zunehmende getrennte Erfassung der Altstoffe ergab wieder eine insgesamt sinkende Menge an zu deponierendem Rest- und Sperrmüll. Vom gesamten Abfallaufkommen im Jahre 2004 mit 18.399,00 Tonnen wurden 12.529 Tonnen (68%) einer Verwertung zugeführt und 5.870,00 Tonnen (32%) mechanisch-biologisch behandelt.
Seit 1.1.2004 wird Rest- u. Sperrmüll aufwändig vor der Deponierung gesplittet, sodass nur mehr ein Drittel davon deponiert wird. Heizwertreiches Material wird thermisch verwertet. Biogenes Material wird kompostiert.
Mehr als die Hälfte der Abfälle werden einer Verwertung zugeführt! Dies ist der Erfolg der getrennten Sammlung in Ihren Gemeinden. Durch die getrennte Holzsammlung, Flachglassammlung und auch durch die weitere Informationsarbeit konnten diese positiven Zahlen erreicht werden. Insgesamt steigen die Sammelmengen bezogen auf 2003 an.
Restmüll: +15,25%
Sperrmüll: +15,69%
Altpapier: +1,38%
Altglas: +4,64%
Metallverpackungen: +8,19%
Leichfraktion: +5,98%
Altspeiseöl: +1,4%
Problemstoffe: -0,72%
Abfallgebühren
Den Verbandsgemeinden entstanden für Sammlung, Transport, Behandlung, Verwertung und Entsorgung im Jahre 2004 insgesamt Kosten von € 3.218.143,00. Statistisch bedeutet das für jeden Einwohner eine jährliche Müllgebühr von € 47,89 oder für jeden Tag 13 Eurocent.
Wir hoffen, Sie finden für Ihre Gemeinde interessante Daten in der Abfallstatistik und danken für die gute Zusammenarbeit. Wir bitten auch weiterhin um Ihre Unterstützung für nachhaltige Entwicklungen, besonders für das E-Schrottprojekt, das Windelprojekt, die G´scheit feiern Feste und die weiterhin ordentliche Sammlung der Abfälle.
Ihre Umwelt- und Abfallberater Verbandsobmann
RR Alfred Moser eh.
UAB Alfred Derler
UAB Nicole Zweifler
UAB Walter Riedl
Sieglinde Neumeister
Diagramme: Alexandra Glatz (Praktikantin)


















































