Energiesparlampen
Haushalte sparen Geld

Als eine von mehreren Maßnahmen zum europaweiten Klimaschutz beschlossen am
8. Dezember 2008 die EU-Mitgliedstaaten auf Vorschlag der EU-Kommission
Mindesteffizienzanforderungen an Haushaltslampen. Somit sollen Lampen mit
geringerer Effizienz vom Markt verschwinden. Mit den beschlossenen Maßnahmen
soll der Stromverbrauch der Privathaushalte EU-weit bis 2020 um fünf Prozent
sinken. Rund 15,5 Millionen Tonnen klimaschädlichen Kohlendioxides lassen sich so
jährlich sparen. (Quelle: Deutsches Umweltbundesamt, Dez. 2008)
Energiesparlampen - zu wertvoll für den Restmüll!
Energiesparlampen enthalten gefährliche Bestandteile (insbesondere
Quecksilber) aber auch wertvolle Rohstoffe. Sie gehören zur Kategorie der
Gasentladungslampen und fallen daher unter die Elektroaltgeräteverordnung. Um
ausgediente Energiesparlampen umweltfreundlich zu entsorgen und gleichzeitig
wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen, müssen sie von anderen Abfällen getrennt
gesammelt werden. Das heißt: Energiesparlampen sind zu wertvoll für den Restmüll
und müssen unbedingt bruchsicher und getrennt von anderen Abfällen erfasst
werden. Die ausgedienten Lampen können kostenlos entweder bei einem
Altstoffsammelzentrum der Gemeinde oder kostenlos im Supermarkt bzw, beim
Elektrofachhändler beim gleichzeitigen Neukauf einer Energiesparlampe abgegeben
werden.
Was passiert, wenn eine Energiesparlampe auf den Boden fällt und zerbricht?
Eine moderne Marken-Energiesparlampe enthält nur geringste Mengen an
Quecksilber - neuere Energiesparlampen rund 2 Milligramm, ältere bzw.
Billigstprodukte maximal 5 Milligramm. (das ist der gesetzliche Grenzwert) Daher ist
es unbedenklich für die Gesundheit, wenn eine Lampe herunterfällt und kaputt geht.
In diesem Fall reicht es aus, die Scherben zusammen zu kehren (nicht saugen!) .
Grundsätzlich gehören Energiesparlampen, auch wenn sie zerbrochen sind, in jedem
Fall zum Altstoffsammelzentrum und nicht in den Restmüll. Eine Lampe, die in Betrieb ist oder herausgenommen wird, gibt natürlich überhaupt kein Quecksilber ab. Das Metall entweicht nur in geringsten Mengen, wenn die Energiesparlampe kaputt geht.
Umweltgerechte Entsorgung und Verwertung
Bei einer umweltgerechten Entsorgung kommt das so genannte Schredder- oder
Glasbruchwaschverfahren zum Einsatz. Ziel ist eine Trennung der
Gasentladungslampen in ihre Einzelbestandteile, so dass diese im Anschluss
ordnungsgemäß verwertet werden können.
Energiesparlampen technisch betrachtet
Die Energiesparlampe ist eine kompakte, dh eine ein- bis vierfach gefaltete
Leuchtstofflampe, also eine Glasröhre gefüllt mit einem Edelgas. An den Enden
befinden sich Elektroden, die, sobald eine Spannung angelegt wird, Elektronen
aussenden. Die Elektronen werden auf dem Weg zwischen den Elektroden
beschleunigt, treffen auf Quecksilberatome und regen diese zum Leuchten an. Dabei
entsteht ultraviolettes Licht, das prinzipiell für das menschliche Auge nicht sichtbar
ist. Trifft dieses ultraviolette Licht allerdings auf die Leuchtstoffschicht, die an der
Innenwand der Glasröhre angebracht ist, wird es in sichtbares Licht umgewandelt.
Um die Energiesparlampe zu zünden und den Stromfluss durch die Röhre zu regeln,
sind die Lampen mit so genannten elektronischen Vorschaltgeräten ausgerüstet. Sie
befinden sich im Sockel der Lampe und stellen nach der Zündung sicher, dass der
Stromfluss und damit die Leuchtkraft der Lampe konstant gehalten werden. Mit
dieser Technologie setzt die Energiesparlampe fünfmal mehr Energie in Licht um als
eine Glühbirne.
Der Schraubsockel in den zwei Standardgrößen E14 und E27 stellt sicher, dass
Energiesparlampen heute jede Glühbirne ersetzen können. Durch Anwendung von
matten Außenglaskolben sehen viele Typen wie die bekannten Glühbirnenformen aus.
Standardartikel zum Thema "Adieu, gute alte Glühbirne - willkommen, Sparbastard" vom 28.8.2009