Abfallbehandlungsanlage Hartberg
Die Abfallbehandlungsanlage Hartberg ist das zentrale Kompetenzzentrum für Sammeln, Sortieren, Verwerten und Entsorgen von Abfällen im Raum Hartberg. Gemeinsam mit den 27 Verbandsgemeinden sorgt der Abfallwirtschaftsverband Hartberg für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.
Auf einen Blick
- 27 Verbandsgemeinden
- rund 69.000 Einwohnerinnen und Einwohner
- 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- 8 ha Betriebsfläche
- In Betrieb seit 1994
- Betreiber: Abfallwirtschaftsverband Hartberg
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinter der Kreislaufwirtschaft
Rund 30 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen Kreislaufwirtschaft im Raum Hartberg möglich. Ob in der Sortierung, Aufbereitung, Maschinenführung, Logistik, am Wertstoffhof oder in der Beratung und Verwaltung: Sie sorgen täglich dafür, dass Abfälle fachgerecht behandelt und wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen werden.
Der Abfallwirtschaftsverband Hartberg
Der AWV Hartberg ist eine öffentlich-rechtliche Körperschaft mit gesetzlichem Auftrag zur Verwertung und Entsorgung von Abfällen. Die Organisation wird von den 27 Gemeinden des ehemaligen Bezirks Hartberg getragen und übernimmt zentrale Aufgaben der regionalen Abfallwirtschaft.
Obmann: Bgm. Ing. Peter Domweber
Geschäftsführung: DI Lukas Kremsl
Betriebsleiter: Ing. Martin Wappel
Abfall- und Umweltberatung: Gerhard Kerschbaumer
Abfall- und Umweltberatung: Judith Horvath, MBA
Verleihung des Umweltschutzpreises an den AWV Hartberg mit seinen damals
50 Gemeinden im Jahr 1996
Die Abfallbehandlungsanlage Hartberg besteht aus folgenden Teilen:
Sortieranlage
Aus Abfällen werden Wertstoffe. Jährlich werden rund 2.200 Tonnen Kunststoffverpackungen sortiert und für das Recycling vorbereitet.
Bezirksaltstoffsammelzentrum
Zentrale Sammelstelle für die 27 Verbandsgemeinden. Die kommunalen Altstoffsammelzentren fungieren dabei als wichtiger Vorfilter.
Regionale Übernahmestelle
Anlieferstelle für Verpackungen, Elektroaltgeräte und Altbatterien.
Restmülldeponie
(bis 26.11.2003)
Massenabfalldeponie
Sichere Ablagerung vorbehandelter mineralischer Abfälle nach geltenden Umweltstandards.
Verwaltungszentrum
Drehscheibe für Beratung, Verwaltung, Betriebsorganisation und Gemeindeunterstützung.
Sortieranlage
Aus Abfall werden Wertstoffe
In der Sortieranlage werden Abfälle nach klaren Behandlungsgrundsätzen aufbereitet. Zunächst werden gefährliche Stoffe entfernt und wertvolle Altstoffe aussortiert, damit sie wiederverwendet oder recycelt werden können. Feinanteile wie Asche und Kehricht werden abgesiebt, Metalle mittels Magnetabscheidung getrennt und verbleibende Bestandteile zu einem hochwertigen Energieträger verarbeitet.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sortierung von Kunststoffverpackungen. Jährlich werden rund 2.200 Tonnen Verpackungen händisch in verschiedene Wertstoffgruppen getrennt, darunter PE-Flaschen, Kunststofffolien, Kanister, Kübel, Styroporverpackungen und Tetrapak. Die getrennten Materialien können anschließend stofflich verwertet und als Rohstoffe wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden.
So leistet die Sortieranlage einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung, zum Kreislaufwirtschaft und zum Klimaschutz.
Bezirksaltstoffsammelzentrum für die 27 Gemeinden
Die Altstoffsammelzentren (ASZ) der Gemeinden bilden die Grundlage für eine funktionierende Abfallwirtschaft und fungieren als wichtiger Vorfilter für das Bezirksaltstoffsammelzentrum. Bereits vor Ort werden Altstoffe, Wertstoffe und Problemstoffe getrennt gesammelt und vorsortiert. Dadurch können die Materialien gezielt übernommen, weiterverarbeitet und einer fachgerechten Verwertung oder Entsorgung zugeführt werden.
Das Bezirksaltstoffsammelzentrum dient als zentrale Sammelstelle für die 27 Verbandsgemeinden und übernimmt zahlreiche Abfallarten, die über die kommunalen Altstoffsammelzentren erfasst werden. Angeliefert werden unter anderem Altholz, Sperrmüll, Silofolien, Bau- und Verpackungsstyropor, Altkleider, Altschuhe, Flachglas, Altreifen, Kabel, Nichteisenmetalle wie Kupfer oder Aluminium sowie viele weitere Altstoffe.
Durch die gemeinsame Sammlung und Bündelung größerer Mengen können Wertstoffe effizient verwertet und vermarktet werden. Der Abfallwirtschaftsverband Hartberg übernimmt die Organisation der Verwertung und erzielt durch die Mengenbündelung wirtschaftliche Vorteile, die den Gemeinden zugutekommen. Problemstoffe werden von den Gemeinden mit Unterstützung des Abfallwirtschaftsverbandes direkt an befugte Entsorgungsunternehmen übergeben.
So leisten die Gemeinden und der Abfallwirtschaftsverband gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung, zum Umweltschutz und zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft im Bezirk Hartberg.
Regionale Übernahmestelle
für Verpackungen
Firmen können kostenlos ihre vorsortierten Verpackungen anliefern.
Restmülldeponie
(bis 26.11.2003)
Von Herbst 1994 bis 26.11.2003 in Betrieb.
| Anlieferung in diesem Zeitraum: | 49.223 Tonnen davon Verwertung 9550 Tonnen Deponierung als Restmüll: 39673 Tonnen |
Müll darf in der bisherigen Form (unbehandelt) nicht mehr deponiert werden!
Rest- und Sperrmüllaufkommen pro Jahr durchschnittlich 89 kg pro Einwohner
Gesamtmüllaufkommen inkl. Altstoffe durchschnittlich 500 kg pro Jahr und Einwohner
Massenabfalldeponie
Nicht jeder Abfall kann recycelt oder verwertet werden. Für vorbehandelte, mineralische und erdähnliche Abfälle steht die Massenabfalldeponie zur Verfügung. Seit 1. Jänner 2004 dürfen in Österreich nur mehr vorbehandelte Abfälle mit geringem Energiegehalt und geringer biologischer Abbaubarkeit deponiert werden. Dadurch werden die Entstehung von Deponiegasen sowie die Belastung durch Sickerwasser deutlich reduziert.
Vor der Deponierung: Abfälle werden behandelt
Bevor Abfälle auf einer Massenabfalldeponie abgelagert werden, müssen sie entsprechend vorbehandelt werden. Dafür kommen zwei Verfahren zum Einsatz:
- Thermische Behandlung
Abfälle werden in Verbrennungsanlagen energetisch verwertet. Die dabei gewonnene Energie wird in Form von Strom und Wärme genutzt. Auf der Deponie verbleiben lediglich die mineralischen Rückstände. - Mechanisch-biologische Behandlung (MB-Anlage)
Bei diesem Verfahren werden die Abfälle zunächst getrennt und aufbereitet:
- Feinanteile werden ausgesiebt.
- Verwertbare Bestandteile werden als Ersatzbrennstoff genutzt.
- Der Feinanteil wird biologisch behandelt, bis eine stabile, humusähnliche und erdähnliche Struktur entsteht.
- Erst danach erfolgt die Ablagerung auf der Massenabfalldeponie.
Nachhaltige Deponierung
Durch die Vorbehandlung der Abfälle wird das Deponievolumen optimal genutzt. Gleichzeitig entstehen deutlich weniger Deponiegase und Sickerwässer, wodurch Umweltbelastungen reduziert und die Nachsorgekosten für künftige Generationen minimiert werden.
Gut vorbehandelte Abfälle verlängern die Lebensdauer der Deponie, schützen die Umwelt und tragen zu einer nachhaltigen Abfallwirtschaft bei.
Verwaltungszentrum
Im Verwaltungszentrum des Abfallwirtschaftsverbandes Hartberg laufen zahlreiche Aufgaben zusammen, die für einen reibungslosen Betrieb und eine moderne Abfallwirtschaft im Bezirk sorgen. Hier werden organisatorische, wirtschaftliche und beratende Tätigkeiten gebündelt und die Gemeinden sowie Bürgerinnen und Bürger in wichtigen Abfall- und Umweltthemen unterstützt.
Umwelt- und Abfallberatung
Die Abfall- und Umweltberatung informiert über Abfallvermeidung, richtige Mülltrennung, Recycling und einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Zudem werden Bildungsangebote, Informationskampagnen und Umweltprojekte entwickelt und umgesetzt, um das Umweltbewusstsein in der Region zu stärken.
Sekretariat
Das Sekretariat ist die zentrale Anlaufstelle für organisatorische und administrative Angelegenheiten des Verbandes. Zu den Aufgaben zählen die Buchhaltung, Personalverrechnung, Waagenerfassung sowie die laufende Betreuung von Gemeinden, Kundinnen und Kunden.
Betriebsleitung und Geschäftsstelle
Die Betriebsleitung und Geschäftsführung sorgen für die wirtschaftliche, organisatorische und strategische Ausrichtung des Verbandes. Sie koordinieren die Abläufe der verschiedenen Einrichtungen, treffen wichtige Zukunftsentscheidungen und gewährleisten einen sicheren sowie effizienten Betrieb.



